Eine Power Apps-App entwerfen
Überlegen Sie sich vor dem Erstellen einer Power Apps-Lösung, was die App bewirken soll. Vermeiden Sie es, eine App ohne ein klares Ziel zu erstellen. Obwohl kein formaler Entwurfsprozess erforderlich ist, hilft Ihnen eine durchdachte Planung, kostspielige Überarbeitungen nach der Bereitstellung zu vermeiden.
Benutzeranforderungen verstehen
Legen Sie die Benutzer‑ oder Kundenanforderungen fest, bevor Sie das Power Apps Maker Portal öffnen. Ein klares Verständnis des Problems ist unerlässlich. Stellen Sie beispielsweise folgende Fragen:
- Was sollte die App tun?
- Ersetzen oder automatisieren wir einen analogen Prozess?
- Ist mobile Funktionalität erforderlich?
- Verarbeitet die App Hunderte oder Tausende von Datenzeilen?
Vermeiden Sie die Duplizierung von Legacy-Prozessen, ohne ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Power Apps ermöglicht effizientere, angepasste Workflows als Papierformulare oder veraltete Software. Anstatt beispielsweise Notizen einzugeben, können Benutzer ein Foto aufnehmen. Das Denken in Bezug auf Fähigkeiten und nicht auf Replikation führt zu besseren Ergebnissen.
Geschäftsanforderungen
Jede App hat spezielle Geschäftsanforderungen. Das Verständnis dieser frühen Unterstützungsmaßnahmen ist für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend.
Zu berücksichtigen:
- Sicherheits-, Datenschutz‑ oder Compliance-Anforderungen
- Speicher‑ oder Zugriffsbeschränkungen für vertrauliche Daten
- Behördliche Vorschriften oder Organisationsrichtlinien
- Authentifizierungs‑ und Autorisierungsanforderungen
Sie haben vielleicht nicht sofort alle Antworten, aber das Identifizieren aller Anforderungen ist der Schlüssel zur Festlegung Ihres Projektumfangs.
Datenmodell
Die Auswahl der geeigneten Datenquelle hängt von den Geschäftsanforderungen ab:
- Bestehende Infrastruktur – Zum Beispiel kann die bestehende SharePoint-Nutzung Ihre Auswahl beeinflussen.
- Volumen – Große Datenmengen erfordern möglicherweise Dataverse oder SQL.
- Mehrere Quellen – Einige Apps integrieren Daten aus mehreren Systemen.
Bewerten auf der Grundlage von:
- Geschäftsanforderungen – Verschiedene Datenquellen bieten verschiedene Funktionen.
- Lizenzierung/Kosten – Für Premium-Datenquellen wie Microsoft Dataverse oder SQL ist eine Power Apps-Lizenz pro App oder eine Lizenz pro Benutzer nötig.
Benutzererfahrung (UX)
Canvas-Apps bieten die volle Kontrolle über die Benutzererfahrung. Die Anpassung ist zwar flexibel, der Schwerpunkt sollte jedoch auf Einfachheit gelegt werden. Eine gute App sollte intuitiv sein – Benutzer sollten ohne umfangreiche Schulung wissen, was sie auswählen und wohin sie navigieren können.
Auch die Leistung spielt eine Rolle. Hochauflösende Bilder und Animationen können das mobile Erlebnis beeinträchtigen, insbesondere in langsameren Netzwerken. Optimieren Sie für Geschwindigkeit und Klarheit.
Zu den wichtigsten Designelementen gehören:
- Benutzerdefiniertes Branding (Logos, Farben und Schriftarten)
- Popups zur Bestätigung von Benutzeraktionen
- Schaltflächen basierend auf Benutzerberechtigungen ein-/ausblenden
- Bestätigungs-Eingabeaufforderungen, um wiederholte Aktionen zu verhindern
Vermeiden Sie unnötige Komplexität. Zum Beispiel kann die manuelle Eingabe einer Raumtemperatur mit einem Schieberegler vereinfacht werden. Diese kleinen Anpassungen verbessern die Produktivität und Zufriedenheit der Benutzer.
Benutzeroberfläche (UI)
Benutzer interagieren mit App-Daten über die Benutzeroberfläche. Effektives UI-Design sorgt für effiziente und genaue Interaktionen.
Beginnen Sie, indem Sie ein Modell erstellen:
- Mit Visio, PowerPoint oder Papier skizzieren
- Eine leere Canvas-App verwenden, um das Layout zu simulieren
Frühe Modelle helfen bei der Validierung von Designentscheidungen. Power Apps-Modelle helfen zudem dabei, mehr über die Arbeit mit Steuerelementen und Layout-Tools zu erfahren. Im Falle einer Genehmigung können Elemente aus dem Prototyp in der endgültigen App wiederverwendet werden, was Zeit spart.
Zwei weitere Überlegungen:
- Barrierefreiheit – Stellen Sie sicher, dass Ihr Design Benutzer mit Seh-, Hör‑ oder motorischen Beeinträchtigungen unterstützt. Power Apps bietet integrierte Unterstützung für barrierefreies Design.
- Lokalisierung – Berücksichtigen Sie numerische und sprachliche Unterschiede in globalen Apps. Dezimalzeichen variieren beispielsweise je nach Region.
Eine Planung unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit und Lokalisierung sorgt für eine breitere Benutzerfreundlichkeit und reduziert den Bedarf an zukünftigen Umgestaltungen.